Always remember – never forget

Ein Projekt mit dem NS-Dokumentationszentrum München, verschiedenen Münchner Schulen und Gemeinschaftsunterkünften

„22 Jugendliche aus neun Nationen, teils selbst vor Krieg und Terror geflüchtet, setzten sich ein Jahr lang intensiv mit verschiedenen Aspekten der NS-Zeit auseinander. Sie erkundeten Mechanismen der Ausgrenzung, suchten nach sie berührenden Themen, stellten Bezüge zu ihrem Leben her. Mit künstlerischen Mitteln entwickelten sie eine Performance und Präsentation ihrer Rechercheergebnisse aus Archiven, Bibliotheken, Theaterbesuchen, Gesprächen mit Zeitzeugen. Diese Annäherung an Themen historischer und gesellschaftspolitischer Relevanz mit den Mitteln von Tanz und Theater, mit Sprache und Körper überzeugte die Jury, die darin einen beispielhaften und zukunftsweisenden Ansatz in der Geschichtsvermittlung und Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen und Migranten sieht.“ So begründete die Kulturstaatsministerin Monika Grütters den BKM Preis 2018 für das Projekt „Stranger than – Aus Nachbarn werden Fremde“, das Spielen in der Stadt e.V. zusammen mit dem NS-Dokumentationszentrum München und der Mittelschule an der Guardinistraße im SJ 2017/2018 durchgeführt hat.

Im neuen Projekt „always remember – never forget“ im Schuljahr 2018/2019 werden die Themen Flucht und Vertreibung sowie Mitgefühl und Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen.

Ein Schuljahr Zeit, um sich mit Mitteln des Tanzes, Theaters, mit Bewegung, Raum, Körper und Sprache mit dem Nationalsozialismus auseinander zu setzen. – „always remember – never forget“ fragt nach der Veränderung des Menschlichen zur Zeit des Nationalsozialismus und heute. Wann und wo wird der Schutzraum des Humanen aufgegeben? Was ist Empathie? Respekt? Widerstand? Wofür stehe ich (auf)?

Wir besuchen Gedenkstätten, Ausstellungen, Theaterstücke, befragen Zeitzeugen, recherchieren in Archiven, schreiben und lesen Texte, gehen, fallen, tanzen, spielen, grenzen ein und aus, bauen Mauern auf und wieder ab und versuchen das Unfassbare zu einer körperlichen Erfahrung werden zu lassen – immer in intensivem inhaltlichen Austausch und Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des NS-Dokumentationszentrum München.

Die Choreografien und Theaterszenen werden von den Schülern selbst erarbeitet bzw. entstehen aus Improvisationen. Die Jugendlichen bringen ihre Ideen ein, sie erfinden Spielsituationen und Spielanlässe, entwickeln diese weiter und gestalten Szenen und Choreographien selbstständig aus.

Infoschreiben Schulen

Projektbeschreibung

 

BKM Preis 2018

Einfach unglaublich! Unser Projekt Stranger than – Aus Nachbarn werden Fremde, das wir zusammen mit dem NS Dokumentationszentrum München und der Mittelschule Guardinistraße durchgeführt haben, erhält den BKM Preis 2018!

BKMPreis2018_a.Wenzlik

Die Jury über das Projekt:

„Im Projekt setzten sich 22 Jugendliche aus neun Nationen, teils selbst vor Krieg und Terror geflüchtet, ein Jahr lang intensiv mit verschiedenen Aspekten der NS-Zeit auseinander. Sie erkundeten Mechanismen der Ausgrenzung, suchten nach sie berührenden Themen, stellten Bezüge zu ihrem Leben her. Mit künstlerischen Mitteln entwickelten sie eine Performance und Präsentation ihrer Rechercheergebnisse aus Archiven, Bibliotheken, Theaterbesuchen, Gesprächen mit Zeitzeugen. Diese Annäherung an Themen historischer und gesellschaftspolitischer Relevanz mit den Mitteln von Tanz und Theater, mit Sprache und Körper überzeugte die Jury, die darin einen beispielhaften und zukunftsweisenden Ansatz in der Geschichtsvermittlung und Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen und Migranten sieht.“

Danke allen Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit: Dorothee Janssen, Annette Geller und Alexander Wenzlik von Spielen in der Stadt, Dr. Thomas Rink und Felizitas Raith vom NS Dokumentationszentrum München sowie Maleika Beck und Bernd Simbeck von der Mittelschule Guardinistraße.

 

Mehr Infos zum Stück finden Sie hier.

 

Mixed Up Preisträger 2017!

Wir freuen uns riesig, dass wir mit unserem Tanztheater-Projekt „Stranger than …“ zusammen mit der Mittelschule Guardinistraße und dem NS Dokumentationszentrum Mixed Up Preisträger in der Kategorie „Dauerbrenner“ geworden sind.

Im Rahmen des Projekts setzt sich eine 8. Klasse der Mittelschule Guardinistraße in München ein Jahr lang mit Mitteln des Tanzes und des Theaters, mit Körper und Sprache mit dem Nationalsozialismus auseinander. Die Klasse besteht aus 22 Schüler*innen mit neun Nationalitäten; einige sind selbst vor Krieg und Terror geflüchtet. Sie besuchen Gedenkstätten, Ausstellungen, Theaterstücke, befragen Zeitzeug*innen, recherchieren in Archiven, schreiben und lesen Texte, tanzen, spielen und versuchen das Unfassbare zu einer körperlichen Erfahrung werden zu lassen – immer im intensiven Austausch mit den Mitarbeiter*innen des NS-Dokumentationszentrums, das Kooperationspartner des Projekts ist. Am Ende steht eine öffentliche Aufführung im NS-Dokumentationszentrum.

„Eingebettet in eine langjährige Gesamtstrategie für kulturelle Ganztagsbildung zeigt das Projekt, welche besonderen Lernsettings entstehen, wenn sich verschiedene Bildungsakteure zu einem Kooperationsverbund zusammenschließen“, begründet die MIXED UP Fachjury ihre Entscheidung. „Wir haben es hier mit einer langfristig angelegten und an den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen* ausgerichteten Verankerung Kultureller Bildung im Ganztagsschulalltag zu tun. Zukunftsweisend ist zudem der praktizierte Ansatz mit Blick auf das Thema Erinnerungskultur.“

 

 

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